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Schimmel vermeiden

(djd/pt). Schimmel gehört zu den häufigsten Problemen im Wohnbereich und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Denn es gilt heute als sicher, dass herumfliegende Schimmelpilzsporen potente Allergene sind und Allergien sowie andere Erkrankungen hervorrufen. Nicht nur in der Wohnung selbst, sondern auch in selten genutzten Kellerräumen gefährden sie die Gesundheit, da die Sporen sehr leicht sind und sich daher im ganzen Haus verteilen können. Und gerade im Untergeschoss findet der lästige Pilz oft ein ideales Klima, wenn sich Kondensationsnässe oder drückende Feuchtigkeit von außen findet.

Keller richtig planen

Bereits die richtige Kellerkonstruktion kann erhebliche Auswirkungen haben. Bituminös abgedichtete Keller (so genannte schwarze Wannen) schützen nicht sicher vor drückendem Wasser und können obendrein mit den Jahren - etwa durch Beschädigungen der Bitumenschicht - undicht werden. Diese Gefahr vermeidet der Aufbau des Kellers als "weiße Wanne", deren Konstruktion aus wasserundurchlässigem Beton und gesteuert eingebauten Fugen keine zusätzliche Dichtung mehr erfordert und daher gar nicht undicht werden kann. Beliebt ist die Bauweise auch, weil sie schneller und weitgehend witterungsunabhängig zu bauen ist. Sie wird entweder vor Ort aus Beton wie Permacrete gegossen oder aus Betonelementen zusammengesetzt, die Hersteller wie HeidelbergCement in großer Auswahl zur Verfügung stellen.

Wandgestaltung hat Einfluss auf Kondensation

Auch der Ausbau des Kellers hat Einfluss auf Feuchte und damit Schimmelbildung. Da Kondensationsfeuchtigkeit in den unbeheizten Räumen nicht restlos vermeidbar ist, muss die Wand sie aufnehmen können. Ungünstig sind da beispielsweise Holzverkleidungen oder auch Tapeten, in deren Kleister Schimmel einen guten Nährboden findet. Selbst von dampfdiffusionsoffenen Farben raten Experten ab. Denn diese lassen zwar Dampf, aber keine kondensierte Feuchtigkeit durch - letztere ist baupraktisch aber viel wichtiger. Besser ist es, die Wand unbehandelt zu lassen oder feuchtestabile Luftkalkputze und Kalktünchen zu verwenden.

Kondensationsfeuchtigkeit im Keller entsteht häufig durch falsches Lüften. Denn das sollte genau umgekehrt wie in der Wohnung vorgenommen werden: Im Sommer bleiben die Fenster im Keller zu, im Winter werden sie geöffnet. Denn warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte - kühlt sie ab, kondensiert die enthaltene Feuchtigkeit. Genau das aber
passiert, wenn warme Sommerluft in den Keller kommt und dort an den Wänden schnell abkühlt. Im Winter dagegen erwärmt sich die kalte Außenluft im Keller und kann dann Feuchtigkeit aufnehmen.

Quelle: pressetreff.de


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