Man kennt das vom Obstkauf: der in der Auslage noch prächtig glänzende Apfel
offenbart beim Hineinbeissen seinen fauligen, ungenießbaren Kern.
Der Alptraum eines jeden Eigentumsaspiranten ist eine Immobilie, die erst nach dem Kauf
ihre Tücken und Schwächen zeigt.
Doch was müssen Sie beachten, um den Zustand des Kaufobjekts realistisch einschätzen zu
können?
Für eine erste grobe Beurteilung reicht sicherlich Ihr gesunder Menschenverstand aus.
Besehen Sie die Räumlichkeiten mit der angebrachten Aufmerksamkeit. Nehmen Sie sich die
nötige Zeit und stellen Sie bei Bedarf Fragen zur Historie der Immobilie.
Bei dieser ersten Besichtigung geht es darum, festzustellen, ob offensichtliche Mängel
wie ein beschädigtes Dach oder
eine rostende Heizungsanlage vorhanden
sind.
Prüfen Sie Wände und Kellerräume auf sichtbare
Feuchtigkeitsschäden und
daraus resultierenden Schimmel.
Doch nicht nur die Schadensfreiheit ist maßgeblich bei der Bewertung des Zustands: Achten Sie darauf, ob in
den vergangenen Jahren Modernisierungen, besonders im energierelevanten Bereich, durchgeführt wurden.
Unweigerlich steigende Kosten für Gas, Strom und Öl machen gut isolierte Fenster und eine
umfassende Dämmung heutzutage
unverzichtbar.
Macht das Objekt, für das Sie sich interessieren, einen guten Eindruck, empfiehlt sich ein zweiter
Besichtigungstermin. Diesen bestreiten Sie jedoch nicht alleine, sondern mit einem Gutachter an Ihrer Seite.
Denn nur der Fachmann verfügt über den nötigen Sachverstand, verborgene Schäden und
potentielle Risiken zu entdecken.
Scheuen Sie deshalb nicht die Investition in ein solches Gutachten! Die Kosten für eine
unvorhergesehen nötige Renovierung oder gar Sanierung haben schon manchen Immobilienkäufer
finanziell in den Ruin getrieben. Für Ihre Planungssicherheit ist ein solcher Schritt deshalb
unumgänglich.
Ratschlag:
Wenn Sie beabsichtigen, Renovierungen oder Sanierungen in Eigenarbeit durchzuführen, sollten Sie nicht nur
Ihr handwerkliches Können realistisch einschätzen. Oftmals ist neben mangelnden Fähigkeiten
schlichtweg Zeitmangel der Grund, warum Reparaturen oder Erneuerungen schlußendlich doch an den Handwerker
übergeben werden. Dies wiederum kann Ihre Budgetplanung durcheinanderbringen.
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